Pfirsichkernöl
Pflanzliches Öl (Kaltpressung)
Pfirsichkernöl ist Pfirsichkernöl wird durch Kaltpressung oder Lösungsmittelextraktion der Kerne (Samen) der Pfirsichfrucht (Prunus persica) gewonnen. Erfahre hier alles über Herkunft, Wirkung und die beste Anwendung in deiner täglichen Pflegeroutine.
Was ist Pfirsichkernöl?
Pfirsichkernöl (INCI: PRUNUS PERSICA KERNEL OIL) ist ein leichtes, schnell einziehendes Pflegeöl aus der Rosenfamilie, das durch Kaltpressung der Pfirsichkerne gewonnen wird. Sein Fettsäureprofil — dominiert von Ölsäure (55-75%) und Linolsäure (15-30%) — ähnelt dem hauteigenen Sebum, was es besonders hautaffin und gut verträglich macht. In der antiken chinesischen Medizin wurde es bereits vor Jahrtausenden als Schönheitsmittel geschätzt.
Woher kommt Pfirsichkernöl?
Pfirsichkernöl wird durch Kaltpressung oder Lösungsmittelextraktion der Kerne (Samen) der Pfirsichfrucht (Prunus persica) gewonnen. Ein Pfirsichkern enthält etwa 40-50% Öl. Das Öl ist ein Nebenprodukt der Obstindustrie — die Kerne fallen bei der Verarbeitung zu Konserven, Saft und Trockenobst an. Bereits in der antiken chinesischen Medizin wurde Pfirsichkernöl zur Hautpflege und als Massageöl verwendet. Der botanische Name lautet Prunus persica (Familie: Rosaceae (Rosengewächse)). Verwendet wird: Samen (Kerne der Pfirsichfrucht). Hauptherkunftsregionen: China (Ursprung), Mittelmeerraum (Spanien, Italien, Türkei), USA (Kalifornien). In der modernen Kosmetik unterliegt die Gewinnung und Verarbeitung strengen Qualitätsstandards gemäß der EU-Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009. RAU Cosmetics bezieht ausschließlich Rohstoffe in Kosmetik-Qualität von geprüften Lieferanten.
Wie wirkt Pfirsichkernöl auf zellulärer Ebene?
Das Fettsäureprofil von Pfirsichkernöl ähnelt stark dem des hauteigenen Sebums — insbesondere der hohe Ölsäure-Anteil (55-75%) macht es besonders hautaffin. Ölsäure penetriert die interzellulären Lipidlamellen des Stratum corneum und stärkt die Lipidbarriere. Linolsäure (15-30%) ist Bestandteil der Ceramid-1-Linoleat-Fraktion und essentiell für eine intakte Permeabilitätsbarriere. Vitamin E (Tocopherole, 10-30 mg/100g) wirkt als kettenbrechender Radikalfänger in der Lipidphase der Zellmembranen.
So wirkt Pfirsichkernöl auf deine Haut
Tiefgehende Lipid-Pflege
Ölsäure macht Pfirsichkernöl besonders hautaffin — es kann die interzellulären Lipidlamellen der Hornschicht penetrieren und dort als 'Fugenmasse' zwischen den Korneozyten wirken. Dadurch wird der transepidermale Wasserverlust (TEWL) reduziert und die Hautfeuchtigkeit nachhaltig gesteigert. Klinisch messbar schon nach 2-4 Wochen regelmäßiger Anwendung.
Barriere-Regeneration
Linolsäure (Omega-6) ist ein essentieller Baustein der Ceramid-1-Linoleat-Fraktion — dem 'Mörtel' zwischen den Hautzellen. Bei Linolsäure-Mangel wird die Hautbarriere durchlässig (erhöhter TEWL, Trockenheit, Schuppung). Pfirsichkernöl liefert 15-30% Linolsäure und kann diesen Mangel topisch ausgleichen.
Antioxidativer Schutz
Natürliches Vitamin E (Alpha-Tocopherol, 10-30 mg/100g) und Phytosterole (Beta-Sitosterol, Stigmasterol) schützen die Zellmembranen vor lipidperoxidativen Schäden durch freie Radikale. Phytosterole verlangsamen zusätzlich den kollagenabbauenden Effekt von Matrix-Metalloproteinasen (MMPs) und tragen so zur Erhaltung der Hautelastizität bei.
Entzündungshemmung
Das ausgewogene Omega-9/Omega-6-Verhältnis unterstützt die Bildung entzündungshemmender Eicosanoide (Prostaglandin E1). Bei chronisch trockener, gereizter Haut kann Pfirsichkernöl die Roetungsneigung mildern. Es wird deshalb oft in Formulierungen für empfindliche und irritierte Haut eingesetzt.
Fettsäureprofil von Pfirsichkernöl
Dosierung & Regulierung
Für wen ist Pfirsichkernöl geeignet?
Das sebumaehnliche Fettsäureprofil gleicht den Lipidmangel trockener Haut aus, ohne einen schweren Film zu hinterlassen.
Vitamin E und Phytosterole schützen vor oxidativem Stress, Ölsäure nährt die dünner werdende Lipidbarriere.
Eines der mildesten Pflanzenöle, gut verträglich dank niedriger Iodzahl und minimalem Allergiepotenzial.
Leichte Textur ohne fettigen Film — ideal als tägliches Pflegeöl oder Creme-Bestandteil.
Pfirsichkernöl in deiner Routine
Als Gesichtsöl (pur)
2-3 Tropfen auf die gereinigte, leicht feuchte Haut auftragen. Sanft einklopfen. Morgens unter der Tagescreme, abends als letzter Pflegeschritt.
Als Creme-Booster
1-2 Tropfen in die Tagescreme mischen, in der Handfläche verreiben und auftragen. Verstärkt die Pflegewirkung besonders in der Heizperiode.
Als Abschminkoel
Eine haselnussgrosse Menge auf das trockene Gesicht massieren. Make-up und Sonnenschutz lösen sich im Öl. Mit warmem Wasser und einem weichen Tuch abnehmen.
RAU Cosmetics Produkte mit Pfirsichkernöl
Häufige Fragen zu Pfirsichkernöl
Worin unterscheidet sich Pfirsichkernöl von Mandelöl?
Botanisch sind beide Prunus-Arten (Rosaceae) und ihr Fettsäureprofil ist fast identisch: hohe Ölsäure (>55%), moderate Linolsäure (~20%). Der Hauptunterschied: Pfirsichkernöl hat minimal mehr Palmitoleinsäure (eine seltene Fettsäure, die auch in der Haut vorkommt) und einen leicht höheren Vitamin-E-Gehalt. Sensorisch ist Pfirsichkernöl etwas leichter und zieht schneller ein.
Ist Pfirsichkernöl komedogen?
Es hat einen Komedogenitätsgrad von 2 (niedrig-mittel). Der relativ hohe Ölsäure-Anteil (55-75%) kann bei aknegeneigter Haut problematisch sein, da Ölsäure die Hautbarriere öffnet und Propionibacterium acnes nähren kann. Für fettige, zu Unreinheiten neigende Haut sind Öle mit höherem Linolsäure-Anteil (z.B. Traubenkernöl, Hanföl) besser geeignet.
Enthält Pfirsichkernöl Blausäure?
Nein. Die Pfirsichkerne enthalten Amygdalin (ein cyanogenes Glykosid), das bei enzymatischer Spaltung Blausäure freisetzen kann — deshalb soll man keine rohen Pfirsichkerne essen. Bei der Ölgewinnung wird Amygdalin jedoch nicht ins Öl übertragen, da es wasserlöoslich ist und im Presskuchen verbleibt. Kosmetisches Pfirsichkernöl ist völlig unbedenklich.
Wie lange ist Pfirsichkernöl haltbar?
Ungeöffnet etwa 12-18 Monate. Nach dem Öffnen innerhalb von 6-9 Monaten aufbrauchen. Pfirsichkernöl hat dank des moderaten Ölsäure-Anteils eine gute Oxidationsstabilität — besser als linolsäurereiche Öle wie Traubenkernöl, aber schlechter als das hochstabile Jojobaöl. Kühl und dunkel lagern.
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Zum Retinol SerumHäufige Fragen zu Retinol
Ab wann sieht man Ergebnisse mit Retinol Serum?
Erste Verbesserungen der Hauttextur nach 4 bis 6 Wochen. Anti-Aging-Effekte wie weniger Falten und mehr Festigkeit nach 12 bis 16 Wochen.
Kann ich Retinol Serum täglich anwenden?
Start mit 2x pro Woche abends — nach 4 Wochen auf 3 bis 4x steigern. Empfindliche Haut: 1x wöchentlich beginnen. Sonnenschutz am Folgetag ist Pflicht.
Retinol vs. Bakuchiol — was ist besser?
Retinol ist der klinisch am besten belegte Anti-Aging-Wirkstoff. Bakuchiol wirkt ähnlich, ist pflanzlich — ideal für Schwangere und sehr empfindliche Haut.